Was ist eigentlich Luftfeuchtigkeit?

Beschäftigt man sich intensiver mit der Anschaffung eines Luftentfeuchters, dann hat man in der Regel ein Problem mit einer zu hohen Luftfeuchtigkeit innerhalb der eigenen vier Wände. Immer wieder wird die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit und deren unter Umständen negativen Folgen auf Mensch und Bausubstanz thematisiert. Doch wobei handelt es ich bei der Luftfeuchtigkeit eigentlich? Wie entsteht sie und wovon ist sie abhängig?

Die Luftfeuchtigkeit gibt an, wie viel Wasserdampf in der Umgebungsluft enthalten ist. Ist der Anteil eher gering, spricht man umgangssprachlich auch von „trockener Luft“, bei einem großen Anteil hingegen von „feuchter Luft“.

So entsteht Luftfeuchtigkeit

Luft wird durch den physikalischen Vorgang der Verdunstung mit Wassermolekülen angereichert. Dies geschieht rund um die Uhr an allen Wasseroberflächen dieser Erde, wie zum Beispiel an Flüssen, Seen, Meeren oder auch beim Kochen und Duschen in der eigenen Wohnung. Wie schnell die Wassermoleküle von der Wasseroberfläche in die Umgebungsluft übergehen, ist von verschiedenen Faktoren, wie zum Beispiel die Größe der Wasseroberfläche oder dem Temperaturunterschied zwischen Wasser und Luft abhängig.

Der Gehalt der Feuchtigkeit in der Umgebungsluft kann unter Verwendung unterschiedlicher Feuchtigkeitsmaße angegeben werden. Neben der spezifischen und absoluten Luftfeuchtigkeit wird im Allgemeinen die Angabe der relativen Luftfeuchtigkeit am häufigsten verwendet.

Die absolute Luftfeuchtigkeit

Die absolute Luftfeuchtigkeit gibt die in einem bestimmten Luftvolumen enthaltene Masse an Wasserdampf an. Sie wird typischerweise in Gramm pro Kubikmeter Luft beziffert. Dieses Feuchtigkeitsmaß eignet sich also hervorragend, um anzugeben, wie viel Wasser man der Luft zum Beispiel mit einem Luftentfeuchter entziehen kann. Allerdings hat dieses Maß auch einen Nachteil, denn die absolute Luftfeuchtigkeit wird unabhängig von der Lufttemperatur und dem Luftdruck angegeben. Diese beiden Parameter haben jedoch einen entscheidenden Einfluss auf den möglichen Wassergehalt der Luft.

Die relative Luftfeuchtigkeit

Im Gegensatz zur absoluten Luftfeuchtigkeit stellt die relative Luftfeuchtigkeit ein Maß zur Verfügung, welches die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit unter Berücksichtigung der vorherrschenden Lufttemperatur und des Luftdrucks angibt. Hierdurch wird es nun möglich, die Feuchtigkeitswerte zu Normalisieren und somit bei unterschiedlichen Umgebungsbedingungen vergleichbar zu machen. Die relative Luftfeuchtigkeit wird in Prozent angegeben und beschreibt, bis zu welchem Grad die Umgebungsluft mit Wassermolekülen gesättigt ist. Eine relative Luftfeuchtigkeit von 50 % bedeutet also, dass die Luft nur halb so viel Feuchtigkeit enthält, wie sie bei der aktuell vorherrschenden Temperatur aufnehmen könnte.

Ergänzende Informationen zu diesem Thema finden Sie auf den Seiten der Wikipedia.

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Luftfeuchtigkeit
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